8. März – Internationaler Frauentag

Am 8. März findet der Internationale Frauentag statt. Passend dazu präsentieren wir euch ein Buch über eine Frau, die 1944 geboren wurde.
Sie hat die Babyboomers und die Generationen X, Y und Z miterlebt.
Sie hat gelernt, mit der Technik mitzuhalten, ist modern und aufgeschlossen.
Sie hat ein Geschäft geführt, eine Familie gegründet und ihren Mann verloren.
Sie hat nach diesem Schicksalsschlag wieder zurück ins Leben gefunden und ein Buch darüber geschrieben.

Die Autorin Elfriede Tollovich wird ein Jahr vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs geboren. Nach dem Ende des Kriegs waren die Lebensmittel knapp. Vieles war zerstört. Das österreichische Volk musste sich wieder in den Alltag einfinden.
In Elfriedes Jugend beweisen die Österreicherinnen und Österreicher, dass sie ein starkes Volk sind. Die Fabriken, Häuser, Straßen und Verkehrsmittel werden wieder aufgebaut und viele Arbeitsplätze werden geschaffen. Die Löhne steigen an, Elektrogeräte erleichtern den Haushalt, das Volk kann sich mehr Freizeit leisten.
Elfriede Tollovich lernt eine starke und selbstbestimmte Frau zu sein. Sie übernimmt den Betrieb ihres Vaters, er führte ein Geschäft. Bewusst wählt sie die Berufsbezeichnung „Kaufmann“, sie fühlt sich dadurch emanzipiert und gleichgestellt.

Obwohl die Anzahl der berufstätigen Frauen in den 50er- und 60er-Jahren ansteigt, herrscht die klassische Rollenverteilung. Eine Puddingwerbung von Dr. Oetker aus den 50er-Jahren skizziert prägnant das Frauenbild von damals: „Eine Frau hat zwei Lebensfragen: Was soll ich anziehen und was soll ich kochen?“
Elfriede lässt sich nicht vorschreiben, was sie als Frau kann oder nicht kann. Ihre diplomatische Art, Selbstzweifel aus dem Weg zu räumen, zeigt diese Anekdote von Alice aus dem Buch Sturmwind der Seele:
Ihr Mann bestand stets darauf, selbst mit dem Auto zu fahren und kritisierte ihre Fahrkünste. Aufgrund seiner Krankheit musste er ihr wohl oder übel das Steuer überlassen. Verunsichert durch sein ständiges Nörgeln nimmt Alice heimlich eine Fahrstunde. Der Fahrlehrer versichert ihr, dass sie sehr souverän und sicher unterwegs sei. Ermutigt durch diese Bestätigung konfrontiert sie ihren Mann, der seiner Frau in Zukunft beim Autofahren mehr vertraut.

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