Herbergssuche

Weihnachten – traditionell ein christliches Fest. Die Weihnachtsgeschichte aus dem Evangelium erzählt von der Herbergssuche, der Geburt Jesu, von Hirten, Engeln und einem Stern am Himmel. Viele von uns kennen das Krippenspiel von der Herbergssuche, bei dem der Wirt singend fragt: Wer klopfet an? – Zugegeben, es sind Kindheitserinnerungen. Es sind meine Kindheitserinnerungen mit dem Geruch von Weihrauch in der Luft und an einen Weihnachtskarpfen, der von Mama in einem großen Eimer mit Wasser nach Hause gebracht wurde. Der Brief an das Christkind enthielt eine Liste von Büchern, ausgewählt beim vorweihnachtlichen Büchertisch in der Schule. Die Vorfreude war groß, welches davon wird unter dem Christbaum liegen? Zugegeben, es sind meine Kindheitserinnerungen – an Weihnachten und die vorweihnachtliche Herbergssuche.

Das Wesen der Herbergssuche – mit auf den Weg machen, mit Anklopfen, mit Abweisen, wiederholtem Anklopfen, wiederholtem Abweisen und letztendlich einer erfüllenden Akzeptanz – begleitet oder begegnet uns auf vielfältige Weise ein Leben lang. So findet auch bei uns im Verlag tagtäglich eine Herbergssuche statt. Fragende Kontaktaufnahme, formlos, mit kurzer Vorstellung und Manuskript. Gleichzeitig sind wir als Verlag unterwegs auf Herbergssuche für die Titel unserer Autorinnen und Autoren. Am Jahresende blicken wir dankbar zurück und hoffnungsvoll in die Zukunft. In diesem Sinne wünschen wir ein friedvolles Weihnachtsfest.

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