Zwischen Front und Heimat – Eine historische Dokumentation

Zwischen Front und Heimat – Eine historische Dokumentation

Der Autor

Dennis Steinwandtner (Jg. 1996) stammt aus Pama und beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Zeit- und Militärgeschichte des Burgenlandes. Sein besonderes Interesse gilt den individuellen Schicksalen des Nordburgenlandes während des Zweiten Weltkriegs. Als Historiker, Sekundarstufenlehrer und Miliz-Offiziersanwärter des Österreichischen Bundesheeres verbindet er wissenschaftliche Präzision mit einem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein für regionale Erinnerungskultur.

Für seine Recherchen zum Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Pama wurde er 2022 mit dem Bundes-Ehrenzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet. Mit Zwischen Front und Heimat legt Steinwandtner nun seine erste umfassende Dokumentation der Kriegsopfer der Gemeinde Pama im Zeitraum von 1939 bis 1945 vor.

Über das Buch

Mehr als achtzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs widmet sich dieses Werk jenen Männern, deren Leben durch Krieg und Gewalt ausgelöscht oder unwiederbringlich verändert wurde. Auf Grundlage von Archivmaterial, Zeitungsberichten, militärischen Unterlagen und persönlichen Erinnerungen rekonstruiert Steinwandtner ihre Lebens- und Militärwege und macht ihre Schicksale wieder sichtbar.

Ein einleitender historischer Abriss eröffnet den Blick auf die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen am Vorabend des Krieges und zeichnet den Verlauf der Ereignisse aus lokaler Perspektive nach. Das Buch rückt jene in den Mittelpunkt, die fielen, vermisst blieben oder an den Folgen des Krieges starben – und macht zugleich sichtbar, wie fragil familiäre Strukturen in Zeiten politischer Radikalisierung werden können.

Forschung, Methode und Anspruch

Steinwandtners Arbeit zeichnet sich durch sorgfältige Quellenarbeit, militärhistorische Expertise und ein tiefes Verständnis für regionale Zusammenhänge aus. Die Dokumentation verbindet präzise Opferforschung mit regionaler Zeitgeschichte und zeigt, wie tief die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs in das soziale Gefüge des Nordburgenlandes eingriffen.

Durch biografische Details, historische Einordnungen und die Auswertung militärischer Unterlagen entsteht ein vielschichtiges Bild der Auswirkungen von Front, NS-Herrschaft und Heimatfront auf eine burgenländische Gemeinde.

Bedeutung für die Erinnerungskultur

Zwischen Front und Heimat leistet einen wichtigen Beitrag zur regionalen Erinnerungskultur. Das Werk bietet historisch Interessierten, Forschenden, Bildungseinrichtungen und der lokalen Bevölkerung einen fundierten Zugang zu einem zentralen Kapitel der burgenländischen Geschichte. Es bewahrt individuelle Schicksale und macht deutlich, wie wichtig es bleibt, die Vergangenheit nicht zu verdrängen.

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