ZAHLEN (er)zählen

Inge Mimlich

Lesung unterm Nussbaum 2019
Freitag, 11. Oktober
Samstag, 12. Oktober

Textstelle 1

Von der Qualität der Zahlen

Die Zahlen des Geburtsdatums erzählen die Geschichte unseres Lebens. Sie bringen uns mit dem Woher und dem Wohin des Lebens, mit Ursprung und Ziel unseres Daseins in Berührung. Wenn wir sie verstehen, erschließen sie uns ganze Bände über das Dasein. Sie helfen uns die Wegmarken des Lebens zu erkennen und zu entziffern. Schicksalsabläufe werden verständlich, denn sie erscheinen als logisches Ergebnis eines erkennbaren Programmes, das wir vollständig benutzen müssen. Wenn wir es missbrauchen, werden die Folgen auf unsere Nachkommen übertragen. Die Zahlen 1, 4, 7 repräsentieren die menschlichen Organe in Aktion, das Materielle, das Handeln, die Aktivität. Hierhergehören auch der verbale Ausdruck, die Motivation, die Körpersprache, die Organisation, der Materialismus, die Geduld und das Lernen durch Opfer. 2, 5, 8 repräsentieren das Herz, die Seele und die Gefühle. Hierher gehören die Intuition, die Liebe, die Freiheit, der künstlerische Ausdruck und die Weisheit. 3, 6, 9 repräsentieren den Kopf. Das Gedächtnis, das Denken, das Analysieren, das Rationalisieren, die Vorstellungskraft, die Schaffenskraft (Kreativität) werden hier erfasst. Manche Zahlen vertragen sich grundsätzlich gut, andere bekriegen sich. Die Zahlen sind unsere Gäste, die sich aber nicht auf uns einstellen. Sie erwarten von uns, dass wir unsnach ihnen richten. In der Geburtstagszahl verbirgt sich unsereMitgift,im Monatein innererWesenskern,den man auch als Rückgrat bezeichnenkann. DieLebensabsichtverbirgt sich im Jahr der Geburt.

Textstelle 2

Alles hat seine Stunde, und eine Zeit ist bestimmt für jedes Vorhaben unter dem Himmel:
Eine Zeit fürs Geborenwerden und eine Zeit fürs Sterben,
eine Zeit fürs Pflanzen und eine, das Gepflanzte auszureißen,
eine Zeit zu töten und eine zu heilen,
eine zu reißen und aufzubauen,
zu weinen und zu lachen,
zu klagen und zu tanzen,
Steine zu werfen und Steine zu sammeln,
zu umarmen und der Umarmung sich zu enthalten,
zu suchen und zu finden,
aufzubewahren und wegzuwerfen,
zu schweigen und zu reden,
zu lieben und zu hassen,
eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden.
Prediger 3, 1-8

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Inge Mimlich

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