Amerikanisch denken

Eigentlich wollten wir einen Post zum Thema „Muttertag“ vorbereiten. Doch Facebook fordert von uns wieder Aufmerksamkeit auf die Produkte und deren Darstellung. Wir waren mitten drin in den Vorbereitungen, einen Katalog zu erstellen, und wollten diesen auch auf Instagram posten. Im Zuge dessen gingen wir laut Anleitung in die Einstellungen unseres Instagram-Business-Profils, um uns für Instagram Shopping zu registrieren. Oh Wunder, die Meldung: „Dein Konto wurde nicht zugelassen.“ Houston, wir haben ein Problem.
Wir sind ja schon einiges gewohnt aufgrund unserer Marketingaktivitäten auf Facebook.

Unsere Kampagnen für Buchwerbung werden regelmäßig von Facebook diskriminiert und nicht veröffentlicht. Entweder ist das Motiv mit „zu viel Text“, „zu plakativ“ oder es verletzt eine ihrer Bestimmungen, ohne uns mitzuteilen, welche genau. Wir überprüfen daraufhin unsere Bilder, unsere Texte und können keinen Verstoß feststellen. Nächster Schritt: Wir veranlassen eine erneute Überprüfung – danach wird die Werbung freigeschaltet, ohne dass wir etwas ändern. Dies ist ärgerlich und kostet immer sehr viel Zeit.


Facebooks Beispiele in ihren Werberichtlinien. Wir nennen es „amerikanisch denken“.

Während das Buch von Friedrich Radlspäck „Nicht systemkonform. Menschen und Schicksale – 1938-1945“ wiederholt in unserem Facebook-Shop abgelehnt wurde, ein Einspruch nicht möglich war – Fehlermeldung beim Absenden des Formulars –, konnten wir dieses Problem lösen, indem wir den Titel auf „Menschen und Schicksale“ änderten und siehe da: das Produkt wird endlich in unserem Facebook-Shop angezeigt. Ob Algorithmus oder Menschen, die nach Facebooks Richtlinien handeln müssen, das Ergebnis ist eigentlich erschütternd. Es passiert eine Zensur auf einer subtilen Ebene, durch die wir erst gezwungen werden, Handlungen zu setzen, die eine Gratwanderung an der Grenze zur Manipulation sind. Amerikanisches Denken eben.

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