Autorenporträt – Hermann Szodl

Der Berufsalltag eines Polizisten – Wie kann man ihn sich vorstellen? Vielseitig, gefährlich, spannend? Hermann Szodl hat ein Buch darüber geschrieben und beantwortet uns diese Frage.

Eigentlich ist Hermann gelernter Gas-Wasserleitungsinstallateur und Heizungsbauer. Während seines Präsenzdienstes hörte er einen Vortrag der Wiener Polizei. Ursprünglich wollte er zur UNO und einen Auslandseinsatz machen, aber er war von diesem Vortrag so angetan, dass er sich für die Aufnahmeprüfung anmeldete.

Seit März 1983 versieht er seinen Dienst. Zuerst war er viele Jahre lang in Wien, um die Jahrtausendwende herum machte er dann zwei Jahre lang Grenzdienst in Nickelsdorf und Kittsee. Danach kam er zum Postendienst nach Gattendorf, wo er unter anderem dem Bezirkskriminaldienst als Tatortbeamter beitrat.

Zu dem Zeitpunkt, als er das Buch schrieb, war er 46 Jahre alt und seit knapp 10 Jahren im Bezirk Neusiedl unterwegs.

Hermann war und ist sehr stolz darauf, Polizist zu sein, aber er bekrittelt die mangelnde psychische Unterstützung in diesem Beruf. Im Laufe seiner Dienstjahre machte er traumatisierende Erfahrungen, aber er konnte mit niemandem darüber reden. Nach vielen schwierigen Jahren begab er sich in Behandlung, Diagnose: Depression.

Unter dem Pseudonym „Nobody“ schrieb er Kurzgeschichten, Anekdoten und Gedichte. Er entschloss sich dazu, diese zu veröffentlichen, um seine Kolleginnen und Kollegen zu ermutigen, offen über ihre Probleme zu reden.

Natürlich will er damit keine angehenden Polizisten abschrecken, das beweisen die vielen lustigen Anekdoten, über die man herzlich schmunzeln kann. Aber Hermann beschönigt seinen Beruf auch nicht, und deswegen gibt sein Buch „KONRAD 3“ von Funkstelle … ! einen umfangreichen, realistischen Einblick in den Berufsalltag eines Polizisten.

#szodl

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